Trainingstagebuch
Dienstag, der 29.11.2011
Resumee der ersten 6 Wochen
Schade, jetzt hat mich die Grippe der Familie doch erwischt. Und ich dachte schon, die gute Laune blockt das Kranksein. Doch was solls. Mach´ ich das beste draus und schreibe warm eingekuschelt ins Tagebuch.
Ein gemeinsames Training mit unserer zukünftigen Westerntrainerin letzten Mittwoch, gab Aussicht auf eine interessante und erfolgreiche Zusammenarbeit. Wichtig dabei war uns, gemeinsame Kommandos abzusprechen und die Vorgehensweise beim Anreiten ab ca. Juni 2012 zu besprechen. So ist es mir möglich, Stella optimal auf die Reitweise der Trainerin vorzubereiten und es ihr somit so einfach wie möglich zu machen.
Bisher habe ich mit Stella durch ruhiges Agieren von meiner Seite aus in unsere Vertrauensbasis investiert. Stella und ich haben uns nun ausreichend beschnuppert und die Eingewöhnungsphase ist abgeschlossen. Jetzt geht es ans Eingemachte.
Von der Weide holen, ruhiges Stehen am Putzplatz, sich überall am Körper berühren lassen und Hufe geben , all das klappt solide und wird in der Performance weiter ausgebaut.
Worüber ich sehr froh bin, ist das der Ponysturkopf doch langsam zu Tage kommt. Ich hatte schon Bedenken, dass wir in den Videos nachhelfen müssten, damit auch mal etwas nicht so glatt läuft. Doch Stella verspricht uns auch in dieser Beziehung noch viel Material für die Trainingsvideos zu liefern.
Vorrangiges Ziel für die nächsten Wochen ist das Training in der Dualaktivierung, um Stella eine gute Grundkoordination und Balance für den Hufschmied und die Gelassenheitsübungen zu geben. Das konsequente Handling im täglichen Umgang bleibt weiterhin ein wesentlicher Bestandteil des täglichen Trainings. Denn gerade diese Elemente des Trainings bilden den sicheren Rahmen für das "Gewohnheitstier" Pferd und den strukturliebenden Menschen, um gelassen Neues zu lernen.
Ich wünsche allen Pferdeleuten weiterhin viel Spaß und eine erfolgreiche Zeit.
Samstag, der 17.12.2011
Der Huforthopäde kommt
Das Wetter ist auf jeden Fall auf unserer Seite. Die Sonne scheint und es sind ca. 8°C.
Da ich keine Ahnung habe, wie oft Stella voher den Hufschmied schon gesehen hat und wie sie sich dabei angestellt hat, habe ich mich für den ersten Termin schlau gefragt und von einer Stallkollegin einen guten Tipp bekommen. Der Huforthopäde heißt Robert Trösch und soll laut vorauseilendem Ruf in absolutes Händchen für Pferde haben.
Der erste Eindruck ist schon mal sehr gut. Robert hat jede Menge anatomisches Anschauungsmaterial mitgebracht, um mir und meinem Mann den Hufaufbau und die Hufmechanik zu erklären.
Nach eingängigen Erläuterungen besprechen wir gemeinsam das Handling von Stella. So ist für Robert optimales Arbeiten möglich und wir arbeiten im Team miteinander.
Jeder Huf wird vorab von der Seite und von unten fotografiert um den Entwicklungsverlauf zu dokumentieren.
Das Hufe aufheben und ausschneiden läuft dank des Fingerspitzengefühls von Robert besonders harmonisch.
Stella hat gesunde Hufe und geht nach dem Ausschneiden mit gleichmäßigen und federnden Schritten.
Ein weiterer gelungener Trainingsschritt in der Entwicklung von Stella!
26.12.2011 Training am langen Seil
Weihnachten! Chillen, relaxen, Kraft tanken für ein neues Jahr, mit tollen Pferdeleuten, genialen Pferden und vielen neuen Ideen. Dank meiner tollen Familie, die mich zu jedem Fest mit ihrer genialen Unkompliziertheit und Kuschelfreude beschenkt ist das nur genussvoll.
Heute treibt mich diese Ruhe mit einer neuen Idee zu Stella.
Ich bin überzeugte Dualaktivierungstrainerin und schätze dieses Konzept sehr, da es tatsächlich genial einfach und einfach genial ist. Durch die Arbeit mit den Gassen und der Fahne werden die Pferde gelassener, koordinierter und motivierter. Der Mensch am Pferd wird durch die strukturierten Trainingsaufbauten ebenso entspannter und gibt damit eindeutigere Signale an das Pferd.
Was mir persönlich neben der Positionsarbeit noch fehlt, ist die Körpersprache.
Als NLPlerin weiß ich, dass bei uns Menschen ein erheblicher unbewußter Teil der Körpersprache-Kommunikation über die passende Chemie untereinander entscheidet.
Entsprechend hochsensibel ist also das gleiche bei Pferden als Muskelleser anzusiedeln.
So wird also im Januar die Körpersprache mit der Dualaktivierung zusammen geführt.
Erste Schritte dazu sehen Sie hier.
Training im Januar 2012 - Stehen am Putzplatz, Dualaktivierung Longiert, Plastikplane
Der Januar war sehr gechillt und stetig. Da die Koppel zur Zeit Winterruhe hat, sind alle Pferdedamen recht knackig unterwegs. Doch vor jeder Trainingseinheit 2 Minuten recken, strecken und Raketenstarts in Blitzgeschwindigkeit und die Konzentration gehörte ungeteilt der Aufgabe.
Das Stehen am Putzplatz unangebunden geht schon sehr gut. Wir haben das Training von 10 Sekunden still stehen jetzt schon auf gelassen 2 Minuten stehen bleiben ausgedehnt. Das Anfassen am ganzen Körper wie das Putzen hat von Anfang an sehr gut geklappt.
Longieren in der Dualaktivierung haben wir mit der Basisgasse begonnen. Die Plastikplane ist sehr interessant und wir arbeiten bereits daran, uns darunter zu verstecken.